Verrückt, oder? Wahrscheinlich sollte ich als Christ nicht so denken! Wir gehen auf Ostern zu und feiern die Auferstehung Jesu – und ich schlag mich damit herum nicht sterben zu wollen. Meist gelingt es mir solche Gedanken zu verdrängen. Ich verscheuche sie mit ein paar passenden Gegengedanken: „hast ja noch Zeit“ oder „es wird schon werden“ oder besonders gut „es ist ja nicht für immer“. Zugegeben, nicht sehr überzeugend...
Verblüffend für mich ist, dass auch Jesus sagt: „Vater, wenn’s möglich ist, dann lass diesen Kelch an mir vorübergehen. “Vater, ich will – wenn’s geht – nicht sterben“. Das sagt Jesus, der alles geschaffen hat. Der Herr! Er entscheidet sich diesen erbärmlichen Weg ans Kreuz und in den Tod zu gehen. Und er leidet entsetzlich dabei. Er tut es als Mensch mit Schmerzen, mit großer Angst und ist doch gehorsam. Aber er siegt und besiegt den Tod für immer –indem er stirbt! Für die Griechen, die an ihre Götter glaubten, ein Wahnsinn: kein Gott stirbt, nur ein Mensch kann sterben. In ihren Augen eine lächerliche Botschaft. Diese Botschaft – so alt und oft gehört – sie ist wahr, sie ist erfahrbar und belastbar. Du kannst drauf bauen: Jesus hat das Sterben „erlebt“ und blieb Sieger.
Ich gebe zu, ich will noch immer nicht sterben. Aber ich baue darauf, dass der Sieger im Sterben da ist und mir durch diesen Prozess durchhilft. Denn was dann kommt, ist von faszinierender Schönheit und atemberaubender Herrlichkeit. Ewiges Leben in Gottes neuer Welt. Lies die Bilder, die die Bibel über dieses Leben malt, nach (Offenbarung). Dein Herz wird strahlen vor Vorfreude! Endlich zusammen sein mit dem auferstandenen Jesus.
Gottes Segen und ein frohes Osterfest!
Reinhard Wagner
Er ist nicht hier. Er ist auferstanden wie er es gesagt hat. Mt 26, 6
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