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Biblische Besinnung: GOTTES TREUE
Sind wir untreu, so bleibt er doch treu; denn er kann sich selbst      nicht verleugnen.    2. Timotheus 2,13

Der schönste Tag im Leben, wenn sich zwei junge Menschen auf dem Standesamt und in der Kirche gegenseitige Treue, Fürsorge und Liebe versprechen. "Bis der Tod euch scheidet"

In diesem Jahr werden eine Menge uns bekannter Paare sich dieses "Ja" geben und diesen "Treue-Bund" der Ehe miteinander eingehen. Und wir freuen uns mit ihnen.
Die Ehe steht in der Bibel als Beispiel der Beziehung Gottes mit uns Menschen. Gott bietet jedem Menschen diesen "Treue-Bund" an. Und im Glauben an Jesus Christus entscheiden wir Menschen uns, diese Lebensgemeinschaft einzugehen. Glaube ist mehr als ein vages Für-Wahr-Halten oder ein Freizeit-Hobby mancher Menschen, sondern eine tiefe Beziehung und Verpflichtung füreinander - eben wie in einer Ehe. Gott schenkt uns in dieser Beziehung seine Liebe, seine Vergebung, sein Versorgen, seine Nähe durch seinen Geist, seine Heiligkeit und sein Leben bis in Ewigkeit (und vieles mehr), letztlich sich selbst. Im Beispiel vom verlorenen Sohn sagt der Vater, der für den Vater im Himmel steht, zum älteren Sohn:"Alles was mein ist, ist dein."

Und als Antwort auf diese Liebe Gottes lieben und ehren wir ihn, indem wir mit ihm reden im Gebet, von ihm alles erwarten, und seinem Wort und Willen gehorsam leben. - Diese Lebensgemeinschaft mit Gott, dieser "Treue-Bund" soll bis in Ewigkeit Bestand haben.

Die Hälfte aller Ehen in der Bundesrepublik wird geschieden. Das bedeutet, dass dieses Treueversprechen - so ernst es bei der Hochzeit gemeint ist - nicht durchgehalten wird. Unterschiedliche Gründe werden dafür angegeben.

Wie viele haben auch ein Leben im Glauben begonnen und Gott zugesagt: "Ich möchte mich dir für mein ganzes Leben anvertrauen!" und haben sich dann - vielleicht nach vielen Jahren im Glauben - vom Vater im Himmel abgewandt - aus unterschiedlichen Gründen.

Sind es wirklich nur Worte, nur leere Worte gewesen? Ist Treue nur ein Begriff aus alten Zeiten, der heute nichts mehr zählt?

Eins weiß ich sicher: In Gottes Sinn nicht. Er hält sich an seine Versprechen. Er bleibt treu. Er wendet sich nicht von dir ab - selbst wenn wir seine Gegenwart nicht spüren. In Situationen, die uns über den Kopf wachsen, fragen wir manchmal: "Wo ist denn nun mein Vater im Himmel?" Doch auch da lässt er uns nicht allein - selbst wenn wir seine Gegenwart nicht spüren. Viele Christen können das bestätigen. Aber vor allem auch Gottes Wort selbst versichert uns seiner Treue. Darauf können wir uns verlassen.

Aber wie ist es mit unserem Versagen? Wenn wir nicht auf ihn gehört haben, unseren eigenen Weg gegangen sind?

Hier steht dieses Wort des Paulus: "Sind wir untreu. So bleibt er doch treu!" Wir können zurück. Bei ihm ist Vergebung und Gnade und väterliche Barmherzigkeit. Wie der verlorene Sohn zum Vater zurück kehrt und bittet:"Vater vergib mir, ich habe gesündigt!" Und der Vater ihn in die Arme nimmt.

Diese Treue macht mich froh. Jede Ehe soll ein Zeichen dieser Treue Gottes sein.

 

                                                                                  Ihr Rainer Hübner

 

 
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