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Biblische Besinnung
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BIBLISCHE BESINNUNG: MACHET ZU JÜNGERN
Hallo liebe Leute!
Ich bin in letzter Zeit über einen echten „Klassiker“ in der Bibel gestolpert:
„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Mt 28, 19 + 20a)
Jesus gibt den Leuten, die ihm nachfolgen einen zentralen Auftrag: Zu Jüngern machen, taufen und lehren! Für diejenigen von Euch, die schon eine Zeit lang mit Jesus leben, ist das bestimmt keine Neuheit. Klar, wir sollen die gute Nachricht unseren Mitmenschen weitersagen. Wir sollen es ihnen erzählen und „vorleben“, dass Jesus von Schuld befreit und die Gemeinschaft mit dem Vater wieder herstellt. |
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Wenn ich allerdings etwas genauer darüber nachdenke, wie (un-)wichtig mir dieser Auftrag in meinem Alltag ist, dann erschrecke ich richtig. Oder einmal anders ausgedrückt: Oft beschäftigt mich die Frage, ob ich am Abend Döner oder Schnitzel esse mehr, als die Tatsache, dass ein guter Freund Jesus nicht kennt. Und – bei aller Bescheidenheit – glaube ich nicht, dass ich die negative Ausnahme bin, sondern dass es ganz vielen Christen so geht.
Aber woran liegt das? Ich glaube, dass fast jeder Christ sich schon einmal ernsthaft darum bemüht hat, dem Auftrag Jesu gerecht zu werden – und dann erbärmlich gescheitert ist: Zu groß ist der Einfluss Satans auf dieser Welt, zu schwer die Last und zu klein meine eigene Kraft. Das kann soweit führen, dass nichts als Frust übrig bleibt und man den Auftrag im Innersten abschreibt. Stattdessen arrangiert man sich vielleicht mit einem eigenen frommen Regel-Katalog: Je einmal pro Woche in den Gottesdienst und in den Hauskreis gehen, dazu noch zu der alten Nachbarin nett sein und in der Arbeit nicht über die Kollegen lästern. Da halt ich mich dran, so gut wie es geht, und dann passt die Sache auch.
Liebe Leute, das hat aber nichts mit der Nachfolge zu tun, wie sie sich Jesus vorstellt! Schauen wir uns die Jünger Jesu an. Genauso wie wir, sind auch sie Jesus nachgefolgt. Und sie versagen am laufenden Band: Sie streiten sich, wer von ihnen der Größte ist, sie können die bösen Geister nicht austreiben, Petrus reißt erst den Mund weit auf und versinkt dann in den Fluten des Sees, Thomas glaubt nicht, dass Jesus auferstanden ist.
Die Reihe lässt sich noch lange fortsetzen. Trotzdem haben die Jünger etwas gelernt: Es kommt nicht auf die eigene Kraft an, sondern auf die Kraft von Jesus. Petrus bringt das einmal super auf den Punkt: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: „Du bist der Heilige Gottes.“ (Joh. 6, 68 + 69). Dazu will ich uns ganz viel Mut machen: Lass dich nicht frustrieren, sondern komm zu Jesus mit deinen Unzulänglichkeiten und vertraue nicht auf dein sondern auf seine Fähigkeiten.
Der am Anfang zitierte "Missionsbefehl" ist übrigens in zwei große Zusagen eingerahmt, die dies bekräftgen: " Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. (...) Und siehe, ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende." (Mt 28,18b + 20b)
Nehmt euch einen Moment Zeit und lasst euch diese Sätze einmal auf der Zunge zergehen! Ich wünsche uns viele gute Erfahrungen als Nachfolger Jesu !
Gruß und Segen Matthias Hiesinger
P.S. Wenn man sich die historischen Quellen anschaut, dann sieht man, dass die meisten Jünger nach der Auferstehung Jesu ganz entscheidend an der Ausbreitung des Evangeliums beteilgt waren. Fast alle haben dafür sogar mit ihrem Leben bezahlt. Nicht ohne, für ein paar Versager.
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