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Biblische Besinnung "Einander Dienen"
Jeder soll dem anderen mit der Begabung dienen, die ihm Gott gegeben hat. Wenn ihr die vielen Gaben Gottes in dieser Weise gebraucht, setzt ihr sie richtig ein.
(1Petrus 5,10)



Der Vorstand eines großen deutschen Unternehmens, so wird berichtet, nominiert für eine Ruderregatta die besten Mitarbeiter für den Achter. Nach intensiver Vorbereitung geht die Mannschaft an den Start. Doch während alle Boote nach und nach ins Ziel kommen, wartet man auf besagten Achter lange Zeit vergebens.
Der Vorstand ist schockiert und gibt eine 3 Mio. € teure Untersuchung in Auftrag, um den Grund herauszufinden. Nach einem halben Jahr liegt das Ergebnis vor: Schuld an dem Debakel ist, dass sieben Mann Kommandos gaben, aber nur einer ruderte. Nun will der Vorstand wissen, wie es das nächste Mal besser gemacht werden kann. Dazu gibt er wieder eine Studie in Auftrag. Sie kostet 5 Mio. €. Ergebnis: Der eine Mann muss schneller rudern. (aus Arno Backhaus: „Lache, und die Welt lacht mit dir!“)

So kann es nicht funktionieren. So kommt man nicht ins Ziel. Weder bei einer Ruderregatta, noch in anderen Vereinen oder Betrieben - schon gar nicht im „Gemeindeschiff“.

                         Wir rudern gemeinsam

Nicht: Einer rudert und alle anderen geben an. Aber auch nicht: Alle rudern und einer gibt die Kommandos. Sondern:Wir rudern gemeinsam und Jesus Christus zeigt durch sein Wort, wie und wohin es geht. Wir sind beauftragt von Jesus Christus. Seine Mission, dass Menschen Gott vertrauen lernen, soll durch uns weiter geführt werden. Dazu gehört, dass wir einander mit den Gaben dienen, die uns Gott geschenkt hat.


                         Unterschiedlichste Gaben

Die unterschiedlichsten Gaben kommen zum Zug. Nicht nur, wer das Wort Gottes auf der Kanzel oder in einem Hauskreis oder einer Kindergruppe verkündigt. Nicht nur, wer gut reden kann. Nein. Auch wer gut dekorieren kann, wer einen Blick hat für Ordnung, wer gastfreundlich ist, wer Menschen in ihrer Not sieht und hilft. Jeder hat Gaben, die er einsetzen kann. „Passive“ Christen gibt es nicht.


                         Unterschiedliche Kraft und Zeit

Wir haben aber ein unterschiedliches  Zeit- und Kraftreservoir. Deshalb ist es wichtig, dass wir nicht vergleichen. Jeder weiß sich selbst in die Verantwortung vor dem Kapitän gestellt.
Und so ist jeder eingeladen - nicht Kommandos zu geben, sondern im Rahmen seiner Möglichkeiten anzupacken. Und auf Jesus, den Kapitän zu hören, seinen Auftrag auszuführen.


                         Danke!

Ich bin froh, dass wir hier in der Landeskirchlichen Gemeinschaft viele, viele ehrenamtliche Mitarbeiter haben, die sich von Gott gebrauchen lassen. An der Stelle: Einen herzlichen Dank an alle Mitarbeiter, ob im Vordergrund sichtbar oder im Hintergrund unscheinbar.


                                                                            Ihr Rainer Hübner
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