Das stimmt. Paraguay gehört zu den zwei Binnenländern Südamerikas, hat keine a u ß e r g e wö h n l i c h schöne Landschaft aufzuweisen und ist touristisch nicht besonders gut erschlossen. Auch ich wusste noch vor ein paar Monaten kaum etwas über dieses Land, das wahrscheinlich nicht meine erste Wahl als Urlaubsziel wäre, bis ich mich bei Christliche Dienste beworben habe. Diese Organisation vermittelt junge Leute an christliche Hilfs- und Missionsprojekte in der ganzen Welt. In Paraguay stehen diese unter der Obhut vertriebener deutscher Mennoniten, die als Dankeschön dafür, dass sie in Paraguay aufgenommen wurden verschiedene Einrichtungen gegründet haben. In einer davon, einem Heim für Straßenkinder werde ich ab August mitarbeiten. Dort betreue ich zusammen mit fünf anderen Deutschen und anderen ausländischen Freiwilligen 30-40 Kinder im Alter von 3-18 Jahren. Unsere Aufgabe wird es sein, den Kindern ein zu Hause zu geben, da sie ohne die Freiwilligen auf der Straße leben müssten. Dazu gehört alles, was der Alltag mit Kindern umfasst von gemeinsamen Essen, Putzen, Hausaufgaben erledigen, Ausflüge machen, über Andachten und Bibelarbeiten halten, mit den Kindern Singen, sowie Gottesdienste und Feste feiern.
Für mich bedeutet diese Jahr ein völlig neues Einlassen und Vertrauen auf Gott. Aber auch die Chance, Menschen, die sonst niemanden haben, etwas von der Liebe Jesu weiterzugeben. Das war der Hauptgrund für meine Entscheidung, dieses Jahr zu machen: Nach 13 Jahren Schule etwas "Sinnvolles" zu tun. Mich von Gott ausschließlich für seine Sache gebrauchen zu lassen und damit andere Menschen zu erreichen.
Ein großes Anliegen ist mir eure Unterstützung im Gebet. Viele Dinge scheinen noch unsicher, wie z.B. das momentan in Paraguay grassierende tödliche Dengue-Fieber, gegen das es noch keinen Impfstoff gibt. Aber auch die Kultur, die Sprache und die Arbeit selber werden eine große Herausforderung sein ....
Hanna Kunze
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