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Biblische Besinnung
BIBLISCHE BESINNUNG

Hört nie auf, zu bitten und zu beten! Gottes Heiliger Geist wird euch dabei leiten. Bleibt wach und bereit. Eph 6,18

Zwei junge Christen lassen sich für ein Jahr auf ein fremdes Land und auf eine unbekannte Kultur ein - mit ihren Gefahren. (Siehe S. 3 und S. 4) Kein Urlaub, sondern um den Menschen in diesen Ländern zu dienen.

Als Gemeinde sollten wir sie unterstützend begleiten, durch Emails, Telefon oder Briefe in Kontakt bleiben und für sie im Gebet eintreten. Jesus Christus ist unser guter Hirte hier in Deutschland. Ebenso in Afrika und Südamerika. Er hört, wenn wir für andere bitten.
 

Vor einigen Jahren erzählte eine Frau von ihrem Missionseinsatz auf den Philippinen. Sie berichtete ein erschütterndes Ereignis, das sie mit ihrer Familie durchgemacht hat. Ihre Kinder gingen in den Kindergarten. In dieser Zeit erhielten sie Briefe von Erpressern. Sie
sollten Geld hinter einem Lichtschalter im Kindergarten deponieren. Wenn nicht, würden ihre Kinder entführt. Dreimal kamen diese Briefe. Zuerst wussten sie natürlich nicht, was sie tun sollten. Sie entschlossen, sich nicht von Erpressern bestimmen zu lassen. Zur
Polizei konnten sie nicht gehen, weil sie nicht wussten, ob die mit den Erpressern unter einer Decke steckte. Sie baten alle Bekannten, zu beten, dass Gott sie beschützte. Sie wussten, dass jederzeit etwas Schlimmes passieren konnte. Sie fanden kaum Schlaf in der
Nacht.

An einem Abend um 22 Uhr, als laut dem dritten Brief die Geldübergabe stattfinden sollte, klingelte es an der
Haustüre. Sie hatten sich durchgerungen, dass der Mann in diesem Fall rausgeht und sich von den Erpressern mitnehmen oder erschießen lässt. Die Frau ruft verzweifelt: „Nein, du darfst
nicht an die Tür gehen!“ Aber der Mann tritt hin und öffnet.

Draußen stand kein Erpresser, sondern ein anderer Missionar, der seinen Hausschlüssel verloren hatte. Er bat sie, bei ihnen übernachten zu können. Sie empfanden ihn wie einen Schutzengel
in dieser Nacht. Die Erpresser hatten sich seitdem nicht mehr gemeldet. Bald darauf erhielten sie den Brief eines Theologiestudenten. Er hatte eine Gebetsgruppe für sie gegründet. Sie wussten noch nichts davon. Er fragte in seinem Brief, was denn bei ihnen los wäre. Er sei nachts aufgewacht - gerade in dieser besagten Nacht - und musste für sie beten. Sie konnten es ihm dankbar berichten. Seitdem pflegten sie eine enge Freundschaft.

Gott hört unser Gebet. Darauf können wir uns verlassen.

Gott segne Sie!



Rainer Hübner


 
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