Woran mache ich mein Leben wirklich fest? In Krisen zeigt es sich. Alles Oberflächliche bröckelt ab. Es geht ans „Eingemachte“. Und was ist das Letzte, das wir los lassen? Das, woran ich mein Leben fest gemacht habe.
Ich habe schwerkranke Menschen beobachtet, die nur immer wieder vom Geld sprachen. Andere erzählten dauernd von ihren Kindern. Für viele ist Haus und Garten der Lebensinhalt, den sie nicht los lassen.können. Andere scheuen keine Kosten, um ihren Doktortitel bis ins Grab bzw. auf den Grabstein mit zu nehmen.
Doch kann es das sein, woran ich mein Leben festmache? In der Nähe des Todes rinnt es durch die Finger und nichts davon bleibt.
Sein Leben an etwas fest machen: das meint "glauben". Jeder glaubt etwas, jeder macht sein Leben an irgend etwas fest. Das Entscheidende ist, ob das trägt, an wen oder was ich glaube.
„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben“. Ewiges Leben ist Leben, auf das meine Existenz zielt, weil Gott mich dazu gemacht hat. Es ist Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, das heute beginnt und über den Tod hinaus unzerbrechlich ist. Dieses Leben habe ich, wenn ich mich am Sohn Gottes fest mache.
Denn damit mache ich mich am Gekreuzigten fest. Sein Tod vor 2000 Jahren vor den Toren Jerusalems ist auch mein Tod, die Strafe für meine Rebellion gegenüber dem heiligen Gott (Römer 6,4). Ich mache mich damit an dem Auferstandenen fest. Sein neues Leben ist auch mein neues Leben (Kolosser 2,12). Ich mache mich an dem fest, der für mich bei Gott eintritt und für mich spricht. Nichts kann mich mehr von Gottes Liebe trennen (Römer 8,31-39). Ich mache mein Leben an seinem Wort fest (Mt 7,24), weil es auf diese Weise gelingt. Ich lasse mich damit auf seinem Geist ein, der mein Leben in seiner Spur hält (Johannes 16,13-14).
Glauben an den Sohn Gottes, heißt: mein Leben, meine Existenz an ihm fest machen - nicht erst in den Krisenzeiten, sondern heute.
Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihr Leben an diesem Jesus Christus fest zu machen.
Ihr Rainer Hübner
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