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Biblische Besinnung
Jesus Christus spricht:  Wer an den Sohn glaubt, der hat das    ewige Leben.  (Joh.3,36a)

Er ging schon seit seiner Jugend in eine christliche Gemeinde. Regelmäßig war er in den Gottesdiensten und Hauskreisen anzutreffen. Er heiratete spät. Sie haben keine Kinder. Er spielt sehr gern Gesellschaftsspiele und lädt andere dazu ein. Mitte 40
dann die Horror-Diagnose: Krebs. Todesahnung. Klinikaufenthalt. Operation.- Gott hat die Gebete von vielen Christen für ihn gehört.
Die Operation war unkomplizierter, als die Ärzte ursprünglich gedacht hatten. Er konnte nach einigen Wochen aus der Klinik entlassen werden. Inzwischen geht er wieder seinem Beruf nach. Und doch, sagt er, diese Nähe zum Tod habe sein ganzes Leben, auch sein Christsein hinterfragt.
Woran mache ich mein Leben wirklich fest? In Krisen zeigt es sich. Alles Oberflächliche bröckelt ab. Es geht ans „Eingemachte“. Und was ist das Letzte, das wir los lassen? Das, woran ich mein Leben
fest gemacht habe.

Ich habe schwerkranke Menschen beobachtet, die nur immer wieder vom Geld sprachen. Andere erzählten dauernd von ihren Kindern. Für viele ist Haus und Garten der Lebensinhalt, den sie nicht los lassen.können.  Andere scheuen keine Kosten, um ihren Doktortitel bis ins Grab bzw. auf den Grabstein mit zu nehmen.

Doch kann es das sein, woran ich mein Leben festmache? In der Nähe des Todes rinnt es durch die Finger und nichts davon bleibt.

Sein Leben an etwas fest machen: das meint "glauben". Jeder glaubt etwas, jeder macht sein Leben an irgend etwas fest. Das
Entscheidende ist, ob das trägt, an wen oder was ich glaube.

„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben“. Ewiges Leben ist Leben, auf das meine Existenz zielt, weil Gott mich dazu gemacht hat. Es ist Leben in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, das heute beginnt und über den Tod hinaus unzerbrechlich ist. Dieses Leben habe ich, wenn ich mich am Sohn Gottes fest mache.

Denn damit mache ich mich am Gekreuzigten fest. Sein Tod vor 2000 Jahren vor den Toren Jerusalems ist auch mein Tod, die Strafe für meine Rebellion gegenüber dem heiligen Gott  (Römer 6,4).  Ich mache mich damit an dem Auferstandenen fest. Sein neues Leben ist auch mein neues Leben (Kolosser 2,12). Ich mache mich an dem
fest, der für mich bei Gott eintritt und für mich spricht. Nichts kann mich mehr von Gottes Liebe trennen (Römer 8,31-39). Ich mache mein Leben an seinem Wort fest (Mt 7,24), weil es auf diese Weise gelingt. Ich lasse mich damit auf seinem Geist ein, der mein Leben in seiner Spur hält (Johannes 16,13-14).

Glauben an den Sohn Gottes, heißt: mein Leben, meine Existenz an ihm fest machen - nicht erst in den Krisenzeiten, sondern heute.

Ich möchte Sie dazu ermutigen, Ihr Leben an diesem  Jesus Christus fest zu machen.


Ihr Rainer Hübner                                                                                    
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