Thema "Vertiefung" für die Kleingruppen - Buch von Hans-Peter Royer

  1. Überblick
  2. Konkrete Fragen und Antworten zur Vorgehensweise
  3. Zeitvorgabe mit Inhaltsübersicht des Buches
  4. Fragen zu den einzelnen Kapiteln für die Hauskreise

 

1. Überblick

Ein Schwerpunkt der Gemeinschaftsarbeit im Jahr 2013 ist die "Vertiefung des Glaubens". Aus diesem Grund wollen wir uns gemeinsam auf den Weg machen, um tiefer Gott und sein Wort zu verstehen und unser Leben in ihm zu verwurzeln. 

 Ab Mai orientieren wir uns dazu an dem Buch von Hans-Peter Royer: "Du musst sterben, bevor du lebst, damit du lebst bevor du stirbst!"

„Wozu das blutige Kreuz? Warum musste jemand an meiner Stelle sterben? Wie kann ich mit Christus gekreuzigt sein, wenn er doch vor 2000 Jahren starb? Und wie kann ich gestorben sein, wenn ich doch lebe?“ Hans Peter Royer zeigt packend, dass diese biblischen Wahrheiten mitten ins Leben gehören. Christsein bedeutet nicht nur einen neuen Lebensstil anzunehmen, sondern ein neues, verändertes Leben zu führen. Wir müssen unser altes Leben verlieren, um das neue Leben "in Christus" zu ergreifen. Der bekannte Autor, Leiter des Tauernhofes in Österreich und stellvertretender Direktor der Fakelträger, einer internationalen evangelikalen Bewegung, gibt ganz praktische Antworten. Indem wir um einen "willigen Geist" beten, Dankbarkeit praktizieren und bereit werden Gottes Willen vor unseren eigenen zu stellen, erfahren wir das Handeln Gottes in unserem Leben.

 Ab Mai 2013 wollen wir monatlich je ein Kapitel dieses Buches als thematischen Schwerpunkt setzen. Dazu bitten wir euch, dieses Buch (7. Auflage 2012) zu erwerben (für 10 € etwas vergünstigt im Gemeinschaftshaus zu haben) und monatlich ein Kapitel zu lesen. Vorauslaufend werden wir uns im Gemeinschaftsrat mit den jeweiligen Kapiteln beschäftigen. Wir bitten euch, in euren Hauskreisen einmal im Monat ein Treffen für das Gespräch über ein Kapitel dieses Buches zu reservieren (monatlich bis März 2014). Wir werden dazu Fragen erarbeiten, an die ihr euch in den Hauskreisen orientieren könnt. Außerdem wird im jeweiligen Monat ein Gottesdienst von diesem Thema bestimmt sein. Wir wünschen und beten, dass Jesus Christus uns zu einem intensiven Austausch untereinander bewegt, und in unser Vertrauen zu ihm stärkt.

Der Gemeinschaftsrat

 

 

2. Konkrete Fragen zur Vorgehensweise

-     Wann startet das Ganze in der LKG?
Im Mai. Wir werden Fragen zum jeweiligen Kapitel für die Hauskreise ins Internet stellen.

-          Wie lange geht das bzw wie viele Kapitel hat das Buch?
Es sind 11 Kapitel. Wir werden also bei einem Kapitel pro Monat bis April 2014 damit befasst sein. Für den Hauskreis wäre es wichtig, einen Abend im Monat dafür zu reservieren. Sicher ist es sinnvoll, dass die Teilnehmer schon vor dem Hauskreis das Kapitel lesen.

-          Wann werden hier Inhalte behandelt bzw aufgegriffen, also z.B: in Abendgottesdiensten, Veranstaltungen usw.
Ein Abendgottesdienst wird pro Monat für das entsprechende Kapitel reserviert. Da die Abendgottesdienste nicht regelmäßig stattfinden, kann man keine regelmäßigen Termine dafür machen. Bitte beachtet dabei im Gemeinschaftsbrief oder
im Internet die Themen für die Abendgottesdienste. Am 12. Mai wird ein einführender Abendgottesdienst stattfinden, in dem das grundlegende Thema mit Übersicht über das Buch behandelt wird. Am 26. Mai wird das erste Kapitel „Sünde – ein missverstandenes Wort“ zum Thema gemacht. Ob der Hauskreis vor dem Gottesdienst oder danach stattfindet, ist eine Ermessens-Sache. Zweimal sich mit etwas zu beschäftigen – selbst wenn es sich teilweise wiederholt – ist wichtig, damit sich die biblische Einsicht vertiefen kann. Wenn der Hauskreis vor dem Abendgottesdienst stattfindet, können evtl. aufgetretene Fragen oder Konfliktpunkte an Rainer Hübner (schwarzenbach@lkg.de) gemailt werden. Evtl. kann er sie in die Predigt mit aufnehmen. Er kann aber dafür keine Garantie geben. Die Fragen müssen auch in den Predigtablauf passen.

-          Gibt es eine Sammelbestellung durch die Gemeinde bzw. bekommt man es hierdurch evtl. ein paar Cent günstiger

Das Buch ist schon in 30facher Ausführung im Gemeinschaftshaus und ist für glatte 10 € zu haben (Normalkosten im Buchhandel: 10,95 €). Bitte bei Rainer Hübner zu bezahlen.

-         Ist das Buch für jemanden, der Anfänger in Glaubensachen ist, zu anspruchsvoll oder kann es auch eine gute Hilfe sein, um Fragen zu beantworten und zu einer vertrauensvollen Beziehung zu Jesus Christus zu führen?

Das Buch ist sicher anspruchsvoll - selbst für Leute, die schon länger im Glauben stehen, weil es unser Denken und Leben als Christ herausfordert. Für Glaubens-Anfänger oder Interessierte birgt es - gerade die ersten Kapitel - die Themen, die für unseren christlichen Glauben grundlegend sind. Selbst wenn diese Topics manchmal ein gewisses Unverständnis bei unseren Zeitgenossen hervorrufen können (z.B. Sünde und Kreuz). Sicher kann durch die Beschäftigung mit diesen ersten Kapiteln jemand verstehen lernen, warum Christus für uns sterben musste. Und Hans-Peter Royer hat die Fähigkeit, den Leser mitzunehmen in seine Gedankengänge und in sein Leben, so dass das Thema nicht zu kompliziert und theoretisch bleibt.

Die weitergehenden Kapitel wollen zu einem veränderten Leben im Glauben führen. Es wird sichtbar, was bei einem Christen anders ist, was Christus in ihm verändert. Aber Vorsicht! Herausfordernd! Selbst für Gläubige keine einfache Kost aber – das ist wohl gerade das Ziel dieses Buches: Leben werde ich nur – wenn ich mich ganz auf Jesus einlasse.

Von daher denke ich,  dass das Buch auch für Anfänger und Interessierte geeignet ist – wenn Leute da sind, die eventuelle Fragen beantworten können.

Falls ein Thema zu schwierig erscheint, könnt ihr gerne Prediger Rainer Hübner einladen.

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3. Zeitvorgabe mit Inhaltsübersicht des Buches

Mai 2013
Kapitel 1: Sünde - ein missverstandenes Wort. . . .. . . . . . . . . . . . . . . 15

Grundlegendes zum Zustand des Menschen ohne Gott

Juni 2013
Kapitel 2: Wozu das Kreuz? .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  . . . . . . . . . . 20

Der liebende und gerechte Gott; die Befreiung von der Sünde und vom Tod

Juli 2013
Kapitel 3: Versöhnung und Sühne. ... . . . . . . . . . .. . . .. . ..... . . . . . . . . 29

Noch mal eine andere Perspektive der Versöhnung, Sühne, die uns in die Gegenwart Gottes bringt

August 2013
Kapitel 4: In Christus oder außerhalb Christus. . . .  ... . . .. . .. . . . . .. . 41

Was Leben im Glauben heißt.

September 2013
Kapitel 5: Jesus ähnlich werden …........................................................ 47

Heiligung, wie geht das?

Oktober 2013
Kapitel 6: Leben gewinnen heißt Leben verlieren.......................... ..... 61

Bewusst den Willen Gottes tun, Opfer zu bringen, anstatt egoistisch an sich zu denken

November 2013
Kapitel 7: Ein williger Geist. . . . . .. . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . ... . 71

Unterordnung unter dem Willen Gottes - Schritte zu einem befreiten Christsein

Dezember 2013
Kapitel 8: Ein dankbarer Geist. . . . . . . . . . . .. ..... .. . .. . .... . . . . . . . . . 87

Schritte zu einem frohen, dankbaren Christsein

Januar 2014
Kapitel 9: Recht oder Vorrecht …......................................................... 102

Sich Gott hingeben, nicht seine „Rechte“ einfordern, sondern ihm vertrauen.

Februar 2014
Kapitel 10: Sicherheit oder Gewissheit. .  . . . . . . . . . . . . . . . . .. .. . . . 117

Vertrauen ist nicht „Sicherheit“.

März 2014
Kapitel 11: Das Kreuz - eine Torheit Gottes. . . .. . . . .. . . . . . . . . . . . . 131

Die Botschaft vom Kreuz richtet sich gegen den menschlichen Stolz

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4. Fragen für das Gespräch zu den einzelnen Kapiteln

Bitte selbst die Fragen auswählen, die in der Kleingruppe verwendet werden sollen. -

Mai 2013 (Kapitel 1)  -  Juni 2013 (Kapitel 2)  -  Juli 2013 (Kapitel 3)  -  August 2013 (Kapitel 4)  -  September 2013 (Kapitel 5)  -  Oktober 2013 (Kapitel 6)  -  November 2013 (Kapitel 7)  Dezember 2013 (Kapitel 8)  -  Januar 2014 (Kapitel 9)  -  Februar 2014 (Kapitel 10)  -  März 2014 (Kapitel 11)

Mai 2013

Kapitel 1: Sünde - ein missverstandenes Wort, Seite 15             Download

Zum Einstieg:

  1. Was verstehen die Menschen unserer Zeit unter „Sünde“?
  2. Was in deinem Leben würdest du als „Sünde“ bezeichnen?
  3. Wie würdest du „Sünde“ jemandem erklären, der keinen christlichen Hintergrund hat?

Fragen zur Thematik:

  1. Welche zwei Seiten der „Sünde“ erkennt Hans-Peter Royer in der Bibel? (Sünde als Trennung von Gott. Als Konsequenz daraus die moralischen Sünden.)

  2. Welche Gefahren siehst du, wenn man auf  dem „moralischen“ Aspekt der „Sünde“ das Gewicht legt?
    (Gar nicht erkennen, wie tief wir eigentlich von Gott getrennt sind.)
  3. Wenn Sünde die Zerstörung der Beziehung zu Gott ist („Verlassen des Schöpfers und Gebers des Lebens“, S. 16), dann bedeutet das Gegenstück ...? Sprecht darüber.

    (Ein Leben im Vertrauen auf Gott, in enger Beziehung mit diesem Gott leben, ihn zu lieben.)

  4. Welche Konsequenzen könnte diese biblische Erkenntnis auf dein Leben mit Jesus Christus und dein Alltagsleben haben?

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Juni 2013

Kapitel 2: Wozu das Kreuz? (Seite 20)                       Download

Vorbemerkung

Dieses Kapitel fordert unsere Mitdenken in besonderer Weise heraus. Hans-Peter Royer nimmt uns mit auf die Reise seiner Fragen und Antworten. Weil diese Fragen häufig auch die Menschen unserer Zeit bewegen (z.B. „Warum kann mir Gott, wenn er mich wirklich liebt und allmächtig ist, nicht einfach so vergeben?“, S. 20), vielleicht auch uns selbst, deshalb lohnt es sich den Gedanken zu folgen. Zugegeben - das ist nicht ganz einfach, trifft aber die tiefsten christlichen Glaubensgrundlagen. Deshalb - bleibt dran. Total ermutigend, das zu erkennen.

Wege, um in der Kleingruppe über den Inhalt dieses Kapitels zu sprechen

    Einleitung: Wiederholung Kapitel 1: Was meint die Bibel mit Sünde? Was bewirkt Sünde?
    (Sünde ist grundlegend Trennung von Gott. Die Konsequenz sind moralische Sünden.)

  1. Ihr lest das Kapitel bis Seite 21 bis zu der Frage „Warum musste Gottes Sohn sterben, damit er mir Sünder vergeben kann?“

  2. Hier stoppen und darüber nachdenken. Antworten in der Gruppe suchen. Darüber diskutieren. Evtl. biblische Belegstellen finden.

    Nun könnt ihr zwei Wege einschlagen: den schnelleren (auch etwas einfacheren) oder den langsameren und herausfordernden. Prüft, was für eure Gruppe dran ist.

 

Erster Weg: Frage und Antwort sind entscheidend

  1. Ab der Überschrift „Gott war in Christus - auch am Kreuz“ (S. 25) weiter lesen bis zum Schluss. Denn hier wird eine erste Antwort auf die Frage gegeben. Den Text aus Römer 6,16-20 bitte dazu lesen.

  2. Unterhaltet euch darüber, was daran für euch neu ist. Wie tief berührt es euer Leben?

  3. Wenn dann noch Zeit ist, könnt ihr einzelne Abschnitte des Kapitels („Der Zorn Gottes“, S. 22, „Das Gericht Gottes“, S. 23, „Gott ist Liebe“, S. 23 oder „Das Wort 'Opfer'“, S. 24) miteinander betrachten. Sie sind mit der Hauptfrage verbunden und natürlich auch wert, tiefer darüber nachzudenken (leiten können dazu die Punkte unter 2.2.2.).

 

Zweiter Weg: Schritt für Schritt den Weg mit Royer gehen

  1. Was war die erste Antwort von Royer auf die Frage „Warum musste Gottes Sohn sterben?“ (S. 21 „Meine Suche nach Antworten“)?
    (Gott ist barmherzig und zugleich gerecht und heilig. Um seinen Zorn über die Sünde der Menschen zu stillen, brauchte er das Opfer von Jesus.)

  2. Welches Problem hatte er mit dieser Lösung? („Der Auslöser für den Tod am Kreuz war damit nicht unsere Sünde, sondern Gott selbst und sein Charakter.“, S. 21; und: Der liebende Vater ist vielleicht gar nicht so lieb? Ist er lieb oder zornig auf mich?, S. 22)

    Um Licht in diesen Zwiespalt zu bringen, will Royer bekannte Begriffe näher betrachten und nach ihren biblischen Gehalt deuten:

  3. Der Zorn Gottes (S. 22): Lest dazu Johannes 3,36 und Römer 1,18. Versucht zu beschreiben, was das bedeutet: „Wer liebt, wird zornig!“ und „Gottes Zorn ist nicht schuld am Tod des Menschen“.

  4. Das Gericht Gottes (S. 23): Lest dazu Psalm 7,9 und Offenbarung 20,11-15. Welchen Aspekt will Hans-Peter Royer mit diesem Abschnitt herausarbeiten? (Nicht der Richter ist schuld an der Verurteilung des Angeklagten, sondern die Schuld des Angeklagten, selbst wenn der Richter darüber zornig ist.)

  5. Das Wesen Gottes ist Liebe (S. 23): Lest dazu 1. Johannes 4,16-18. Welchen Stellenwert hat im Handeln Gottes die Liebe und wie erkennen wir sie? (Wenn das so ist, muss auch sein Zorn und sein Gericht von dieser Liebe bestimmt sein, vgl. S. 24)

  6. Das Wort „Opfer“ (S. 24): Lest dazu Hebräer 10,10-14. Was ist der Unterschied zwischen dem heidnischen und dem biblischen Opferverständnis? (heidnisch: Opfer gehen vom Menschen aus, um einen erzürnten Gott zu versöhnen; biblisch: Opfer sind von Gott eingesetzt, damit die Menschen in Beziehung mit ihm leben können. Die Beziehung ist vorhanden und kann durch die Opfer erhalten werden; deshalb gibt es auch Dankopfer, Lobopfer wie auch Sühn- und Sündopfer. Opfer zeigen immer, dass mir Gott etwas bedeutet und auch deshalb soll alles Trennende zwischen ihm und mir beseitigt sein.)

  7. Zusammenfassende Erkenntnis: Gott war in Christus - auch am Kreuz und Sünde ist eine Wirklichkeit, die entfernt werden muss - ein „seliger Tausch“
    Wie lautet die Antwort auf die anfänglich gestellte Frage? Lest dazu Römer 6,16-20.

    Hat sich durch diesen Gang mit Royer bei dir etwas verändert? Kann diese (neue) Sicht der Liebe und des Handeln Gottes für dich, der Befreiung aus der Macht der Sünde, etwas in deinem Alltag verändern?

 

Nachbemerkung

Das Thema „Versöhnung“ wird im nächsten Kapitel fortgesetzt. Also wenn noch andere Aspekte in eurem Gespräch auftauchen - manches kommt noch.

Dabei ist bei diesem zentralen Thema zu bedenken, was Royer selbst sagt: „Jede Kreuzestheologie lässt gewisse Fragen offen und uns in einer gewissen Spannung!“ (S. 40 unter „Zwischenbilanz“)

Super, wenn ihr dieses Kapitel in guter Weise durchgearbeitet habt. Das macht wirklich Sinn.

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Juli 2013

Kapitel 3: Versöhnung und Sühne (Seite 29)      Download

1. Vorbemerkung

Die zwei Themen „Versöhnung“ und „Sühne“ werden in Kapitel 3 näher betrachtet. Wobei „Sühne“ ein Baustein der Versöhnung ist.

Dieses Kapitel ist wertvoll, ganz zu lesen. Gerade für Bibelkenner enthält es tiefgreifende Erkenntnisse, wie z.B. der „Große Versöhnungstag“ (dazu 3. Mose 16) für das Volk Israel ein Ritual war, das auf den Karfreitag hinführt.

Grundsätzlich empfehlen wir aber für Hauskreise, in denen „Anfänger“ und Interessierte am Glauben teilnehmen, dass nur die ersten beiden Seiten (S. 29-31 oben) gelesen werden. Sie führen in das Thema „Versöhnung“ hinein und bringen entscheidende Gedanken.

2. Bausteine zur Gestaltung des Gruppengespräches

2.1 Einleitung:

Bringt Beispiele aus eurem Lebensumfeld, wie Menschen sich versöhnt haben. Was ging voraus? Was gehörte dazu? Auch: Welche Gefühle gehören dazu?

2.2 Gespräch über den Text:

Lest die auf Seite 29 angegebenen Bibelstellen: Römer 5,11; 2. Kor 5,18-20; Kol 1,20

Bevor ihr diesen Abschnitt lest, sprecht über diese zentrale Frage: Wer musste mit wem versöhnt werden durch Jesus Christus? Und wozu?

Dann lest den Abschnitt oder wiederholt den Inhalt des Abschnittes „Wer musste mit wem versöhnt werden?“

Entscheidend: Nicht Gott oder sein Zorn musste versöhnt werden durch Jesus Christus, sondern der Mensch, der sich von Gott, vom Leben, von der Liebe abgewandt hat. Gott war nie unser Feind, sondern streckt dem Menschen seine Hand zur Versöhnung aus.

Staunen über das „beinahe Unglaubliche“ (S. 30)!

2.3 Anwendung

  1. Wie können wir diese Freude an der Liebe und Zuwendung Gottes im Alltag bewahren? Überlegt, welche Bibelstellen dazu passen (z.B. Lk 15).

  2. Welche Konsequenz hat das auf meine eigene Versöhnungsbereitschaft mit anderen.

2.4 Abschluss

Lest auf S. 40 den Abschnitt „Zwischenbilanz“.

3. Nachbemerkung

Noch ein Wort zu folgenden Seiten 33-40:

Anhand des „Großen Versöhnungstages“ macht Hans-Peter Royer die verschiedene Seiten der Versöhnung deutlich. Die Beseitigung der Schuld durch den Sündenbock (33) und die Herstellung der Gemeinschaft mit Gott durch das Sündopfer (34), dessen Blut zur Sühne auf den Deckel der Bundeslade im Allerheiligsten des Tempels gesprengt wird. Beides hat Jesus Christus für uns gemacht: die Sünde beseitigt und die Gemeinschaft mit Gott wieder hergestellt. Entscheidend ist, dass ich mich mit seinem stellvertretenden Opfer identifiziere (37f).

Royer nimmt in dem Zusammenhang noch das Thema Gerechtigkeit auf (39) und zeigt, dass Gott nicht von uns die Gerechtigkeit fordert, sondern sie uns in Jesus Christus schenkt (das war auch die Erkenntnis Luthers, 39 unten).

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August 2013

Kapitel 4: In Christus oder außerhalb Christus (Seite 41)  Download


4.1  Einleitung
Urlaubszeit. Ihr fliegt nach Mallorca oder in die Südsee. Welche Voraussetzungen müsst ihr erbringen, welche Bedingungen müsst ihr erfüllen, um in dem Flugzeug mitfliegen zu können, das euch an euer Urlaubsziel bringt? Wie große ist für euch der Aufwand? Lohnt er sich?


4.2  Hauptteil

1. Lest den ersten Satz „Gibt es Bedingungen, um in ein Leben der Vergebung und Gemeinschaft mit Gott zu kommen?“ und sprecht darüber.
2. Lest 2. Korinther 5,17 und Kolosser 1,27: Was meint Paulus damit, wenn er schreibt „Christus in euch“? Versucht es zu umschreiben.
3. „Umkehr“, „Buße“, „Bekehrung“ beschreibt das Gleiche (vgl. Seite 30, Mitte) – was eigentlich? Wie erklärt es Hans-Peter Royer? Vergleiche Seite 42-43. Bitte beachtet auch Seite 43 die Bibelstellen und darunter den Abschnitt zur Wiedergeburt.
4. Als diese Umkehr zu Gott in deinem Leben stattgefunden hat, war das eher ein plötzlicher oder längerer Prozess? Erzähle davon.
5. Wie viel wusstest du selbst von Jesus Christus, von Gott, vom Heiligen Geist, als du umgekehrt bist? Wie viel Glauben braucht ein Mensch, um gerettet zu werden? (Seite 44 ff).


4.3  Abschluss
1. Gebetszeit:
Jeder in der Gruppe überlegt sich einen oder mehrere nahestehende Menschen, die noch nicht diesen Schritt zu Jesus gemacht haben. Dann beginnt zu beten mit dem Gebet, das Hans-Peter-Royer auf Seite 45 unten aufgeschrieben hat (einer liest es). Anschließend betet so oder ähnlich: „Herr Jesus Christus, wir bitten dich, dass du dieses Gebet auch für diese Leute zum Gebet werden lässt, die uns so am Herzen liegen.“ Und dann nennt ihr die Namen dieser Menschen, die euch im Sinn sind, sprecht sie vor Gott aus (jeder kann mehrmals einen Namen sagen, bis der Leiter mit einem kräftigen „Amen“ abschließt).
Rechnet mit Gottes Möglichkeiten, diese Leute anzusprechen. Rechnet auch damit, dass er euch dazu gebraucht.
2. Versucht das „In Christus-Sein“ auf das Bild des Flugzeuges (vgl. Einleitung) zu übertragen (Bedingungen zum Einsteigen; Glaube, dass es fliegt – was muss ich dazu tun? Usw.), um damit dieses Kapitel zusammenzufassen.

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September 2013

Kapitel 5: Jesus ähnlich werden (Seite 47)      Download

5.1  Einleitung
Was hat sich beruflich, familiär, in der Wohnsituation oder in der Freizeitgestaltung bei euch im letzten Jahr verändert. Erzählt einander davon! Waren es eher „Verbesserungen“ oder ist es schwieriger geworden? Inwiefern konntet ihr es beeinflussen? (Bitte nicht zu stark ausschweifen, wenn einer oder zwei erzählen, wird wohl  schon reichen; 5-10 Minuten.)

5.2  Hauptteil
1. Lest Römer 8,29; Phil 2,5; Joh 13,15.
Lest dann die ersten zwei Abschnitte des Kapitels auf Seite 47 bis zu  „... ernstlich damit befassen!“ Sprecht darüber, ob sich auch im Glauben an Jesus Christus bei euch etwas im letzten Jahr verändert hat. Seid ihr Jesus ähnlicher geworden? Oder konntet ihr das bei einem nahestehenden Christen beobachten? Ist der Wunsch nach Veränderung vorhanden? Erlebt ihr es eher als Druck oder als Chance?
2. Fasst Seite 47- 50 kurz zusammen, oder lest es gemeinsam. Was meint H. P. Royer mit „Jesus kapieren – nicht kopieren“?
3. Sprecht über die drei Punkte, in denen wir Jesus Christus ähnlicher werden sollten (S. 51-52)
4. Welche entscheidende Erkenntnis hatte Hans-Peter Royer (erst nach Jahren seines Christseins)?
Was bedeutet in diesem Zusammenhang das Wort, das Jesus in Johannes 15,5 zu seinen Jüngern sagte?

5.3  Abschluss
Überlegt, wie ihr diese wichtige Tatsache „Christus lebt in mir“ in eurem Alltag festhalten könnt (Royer beschreibt es für sich auf Seite 60. Für dich kann es evtl. anderes aussehen).

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Oktober 2013

Kapitel 6: Leben gewinnen heißt Leben verlieren (Seite 61)       Download

6.1 Einleitung (10 Minuten)

Gibt es in eurem Leben Erfahrungen, bei denen ihr loslassen musstet. Und nachdem ihr losgelassen habt, seid ihr um so reicher oder glücklicher geworden (z.B. Umzug, Arbeitsstellenwechsel, negatives Verhalten). Erzählt einander davon.

6.2 Hauptteil

Lest Johannes 12,24-25; Philipper 2,5-11.

1. Wie sah dieses „Loslassen“ oder „Sterben“ bei Jesus Christus aus? Was brachte es mit sich? Welche Rolle spielte bei ihm das „Im-Willen-des-Vaters-Sein“ (S. 62-63)?

2. Wie kann dieses „Loslassen“ bei uns aussehen (vgl. Beispiel H.-P. Royer, S. 65-67)?

3. Sprecht über die beiden Missverständnisse oder Ängste, die häufig zu diesem Thema vorherrschen (S. 68-69).

6.3 Schluss

Royer vermutet, dass viele Christen deshalb von ihrem Christsein enttäuscht sind, weil sie nicht bereit sind loszulassen (S. 65). Was haltet ihr davon?

1 Minute Stille: Fragt euch selbst, was bei euch dran ist, im Vertrauen auf Jesus Christus loszulassen.

Gebet.

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November 2013

Kapitel 7: Ein williger Geist (Seite 71 )       Download

7.1 Einleitung

Welche Tätigkeit übt ihr so gerne aus, dass ihr keine Aufforderung dazu benötigt, um euch daran zu machen? Sind Tätigkeiten dabei, die nicht nur euch selbst, sondern auch anderen zugute kommen?

7.2 Hauptteil

Lest die beiden Bibelstellen: Ps 51,14 (Lutherübersetzung: „williger Geist“; das hebräische Grundwort bedeutet so viel wie „ein Geist, der willig ist etwas zu tun oder der gerne tut“); 1Chr 28,9 (König David mahnt seinen Sohn und Nachfolger Salomo, dass er Gott gerne dienen solle.)

1.Versucht zu beschreiben, was unter einem „willigen Geist“ zu verstehen ist und wie man ihn erhält (7.1, Seite 71ff).

2. Was empfindet ihr, wenn ihr die „vier persönlichen Fragen von Gott“ lest (Seite 73f)? Zu welcher Freiheit führt der „willige Geist“ (Seite 75)? Kann jemand erzählen, wie er diese Freiheit schon erlebt hat.

3. Wie kann die „Begeisterung“ aussehen, die ein williger Geist in Menschen hervorruft (7.2, Seite 76)? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

4. Welche Hindernisse stellen sich dem willigen Geist in den Weg (7.3, Seite 78)?

7.3 Schluss

Lest bitte die „persönliche Frage“ am Schluss des Kapitels (Seite 86). Jeder soll in der Stille für sich selbst diese Frage beantworten.

Einer schließt mit Gebet.

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Dezember 2013

Kapitel 8: Ein dankbarer Geist (Seite 87 )       Download

8.1 Einleitung

Jeder lässt im Gedanken noch einmal den Tag an sich vorüber ziehen und versucht die Situationen zu zählen, in denen er a) gedankt oder b) gejammert hat.
Sprecht darüber.
Was fällt leichter und warum?

8.2 Hauptteil

Lest Ps 50,14.23; Eph 5,20; Kol 3,15; Kol 3,17; 1. Thess 5,18!

1. Was wird über das „Danken“ ausgesagt (wer, wem, wann, wie oft, wieso)?

2. Welche Erkenntnisse führten Hans-Peter Royer zum „täglichen Danken“ (Seite 88 unten)? Lest dazu auch Seite 97-98: „Eine innere Haltung“!

3. Wie hängen „Danken“ und „Denken“ zusammen (Seite 88-89 + 91-92)?

4. Diskutiert die Frage auf Seite 94: „Soll ich Gott auch für böse Dinge danken?“
Was sagt dazu Hans-Peter Royer? Bedenkt dabei den Satz auf Seite 96 unten: „Ich glaube zwar nicht, dass wir Gott für etwas Böses danken sollten, aber ich erkenne klar in der Schrift, dass wir in allen Umständen Gott danken sollten, egal ob die Umstände gut oder böse sind.“ Wie sieht das bei euch persönlich ganz konkret aus?

(Wenn ihr noch Zeit habt:)

5. Inwieweit spielt das „Gefühl“ eine Rolle, um dankbar zu sein (Seite 97: „Heuchelei ...“)?

8.3 Schluss

Fasst den Entschluss, in der kommenden Woche 1x täglich euch darin zu erinnern, dem Vater im Himmel für die Situation zu danken, in der ihr euch befindet. Macht euch einen Knoten ins Taschentuch oder es schreibt jemand eine Rundmail an alle (ihr könnt hier kreativ sein, dass ihr es nicht vergesst).

Werdet jetzt in einem Schlussgebet konkret. Dankt in der Stille oder laut, evtl. auch für die Situationen, die schwer fallen. Gott hat mit euch was Gutes vor. Lernt, euer Leben immer mehr aus seiner Perspektive zu sehen (Seite 101, zweiter Abschnitt).

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Januar 2014

Kapitel 9: Recht oder Vorrecht (Seite 102)       Download

9.1 Einleitung

Hans-Peter Royer beschreibt acht „Rechte“, auf die wir uns in unserer westlichen Gesellschaft berufen (Seite 103-108). Sprecht über drei dieser „Rechte“? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Kennt ihr Menschen, die sich darauf berufen? Wie ist eure persönliche Haltung dazu?

9.2 Hauptteil

1. Was ist der Grundtenor von Hans-Peter Royer zu den vermeintlichen „Rechten“? Was hat das mit dem vorhergehenden Kapitel „Ein dankbarer Geist“ zu tun?

2. Lest Röm 14,8; 1Kor 6,19-20; 2Kor 5,15!

Was sagen diese Bibelstellen zu unserer „Rechtslage“? (Antw.: Wir gehören nicht uns selbst, sondern Jesus – also auch alle unsere Rechte.)
Was ist nötig, dass wir Gott unsere Rechte übergeben? (Antw.: Tiefes Vertrauen, dass Gott es gut meint.)

3. Sprecht über das Zitat von Jim Elliot (Seite 111, Mitte): „Du bist kein Narr, wenn du das verlierst, was du nicht behalten kannst, um das zu gewinnen, was du nicht verlieren kannst!“. Was verlieren wir und was gewinnen wir, wenn wir Jesus Christus unsere Rechte überlassen? Nehmt evtl. die drei Beispiele von Abraham, Paulus und Petrus mit hinein.

4. Welches Recht steht uns nach Hans-Peter Royer von Gott her zu (Seite 114-115)? Was ist das Besondere daran? Versucht es zu beschreiben.

9.3 Schluss

Zählt noch mal die acht „Rechte“ auf. Nehmt die Arbeitsanweisung auf Seite 112-114, wie wir mit unseren „Rechten“ umgehen sollen. Lest dazu laut das Bibelwort Hosea 6,1. Jeder erhält ein Blatt Papier und Stift, auf das er das schreiben kann, was ihm persönlich bewegt, als Sünde erkennt und Jesus übergeben möchte. Diese Übung kann zu Hause weitergeführt werden.

Schließt mit ein stilles Gebet an, in das ihr diese persönlichen Erkenntnisse und Fragen mit hinein nehmt. Mit dem gemeinsam gesprochenen Vaterunser beendet ihr es.

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März 2014

Kapitel 11: Das Kreuz - eine Torheit Gottes (Seite 131)       Download

11.1 Einleitung

Ein Kreuz in die Mitte des Tisches oder Stuhlkreises stellen, evtl. einige Kerzen dazu.

Stille. Jeder kann seine Gedanken sagen, die er mit dem Kreuz verbindet.

11.2 Hauptteil

Lest 1. Korinther 1,18.

1. Was ist die „Torheit“, das Unsinnige am Kreuz, von dem Paulus spricht?

Wenn ihr darüber gesprochen habt, dann nehmt die Gedanken von Hans-Peter Royer auf Seite 132 mit dazu. Lest auch 1. Korinther 1,18-25.

2. Die Haltung des Menschen, die zum Kreuz passt, heißt „Demut“. Was versteht ihr darunter? Warum ist „Demut“ nötig, um das Kreuz zu empfangen (Seite 133)?

3. Wozu mutet uns Gott die „Torheit des Kreuzes“ zu?

Wenn ihr Zeit habt, dann lest noch die anderen „Torheiten“, die Royer nennt: Naemann (2. Könige 5,1-14) und von der ehernen Schlange (4.Mose 21,4-9).

11.3 Schluss

Noch mal eher besinnlich:

Lest ab Seite 136, letzter Absatz, und Seite 137. Sprecht darüber, welche der alttestamentlichen Bezeichnungen, die auf Jesus hinweisen, euch spontan ansprechen und warum?

Gebet.

Dann ganz zum Schluss: Einer liest Seite 138 vor.

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